Namibia Roadtrip

Zwischen Dünen, Tierbeobachtungen und endlosen Weiten

Namibia entdeckt man auf der Straße

Namibia hatte ich mir vor der Reise ehrlich gesagt ganz anders vorgestellt.

In meinem Kopf bestand das Land vor allem aus Wüste, Trockenheit und endlosen geraden Straßen. Diese Vorstellung hat mir ehrlich gesagt auch etwas Sorgen gemacht, dass mir das Land nicht so gefallen würde. Umso mehr hat es mich überrascht, wie abwechslungsreich die Landschaften tatsächlich sind. Gefühlt sah hinter jeder Kurve bzw. Hügel alles wieder komplett anders aus.

Gleichzeitig war Namibia für mich das perfekte Roadtrip-Land. Die Weite, die Ruhe und das Gefühl, einfach loszufahren und die Landschaft an sich vorbeiziehen zu lassen, machten den Reiz dieser Reise aus.

Auf dieser Seite nehme ich dich mit auf unsere Route durch Namibia. Sie soll dir als Inspiration dienen und zeigen, wie vielfältig das Land trotz seiner oft kargen Landschaften sein kann.

Windhoek

Ankommen in Namibia

Nach dem langen Flug blieb zunächst etwas Zeit, in Namibia anzukommen und den Mietwagen für die kommenden Tage zu übernehmen.

Besonders spannend fand ich unsere kleine Stadtführung. Sie hat uns nicht nur einen ersten Eindruck von Windhoek vermittelt, sondern auch von der Geschichte Namibias und der deutschen Kolonialzeit. Dadurch habe ich das Land direkt mit einem ganz anderen Verständnis bereist.

Kalahari

Ein besonderer Start in Namibia

Unsere erste Stopp war eine Farm mitten in der Kalahari.

Dort ging es nicht nur darum, die Landschaft zu erleben, sondern auch einen kleinen Einblick in das Leben vor Ort zu bekommen. Gleichzeitig hatten wir unsere ersten Tierbegegnungen und konnten zum ersten Mal diese unglaubliche Weite Namibias auf uns wirken lassen.

Für mich war die Kalahari der perfekte Ort, um in Namibia anzukommen und sich auf alles einzulassen, was in den nächsten Tagen noch folgen sollte.

Sossusvlei

Größer als jedes Foto

Die Dünen rund um Sossusvlei gehören wohl zu den bekanntesten Bildern Namibias. Trotzdem war ich überrascht, wie beeindruckend sie in Wirklichkeit sind.

Erst wenn man selbst auf einer der Dünen steht, erkennt man, wie riesig diese Landschaft eigentlich ist.

Besonders Deadvlei mit seinen abgestorbenen Kameldornbäumen wirkt auf Fotos zwar schön aber in der Realität haben sie noch einmal eine ganz andere Wirkung.

Windhoek Namibia
Kalahari Namibia
Sossusvlei Namibia

Solitaire

Klein aber besonders

Solitaire besteht eigentlich nur aus wenigen Gebäuden mitten in der namibischen Weite. Tankstelle, Café, Lodge und ein paar alte Autowracks. Viel mehr gibt es dort auf den ersten Blick nicht.

Und trotzdem kennt den Ort fast jeder, der durch Namibia reist. Nach stundenlanger Fahrt durch scheinbar endlose Landschaften taucht plötzlich dieser kleine Ort auf und irgendwie hält hier fast jeder an.

Natürlich mussten wir auch den berühmten Apfelkuchen probieren. Ehrlich gesagt fand ich ihn gut, aber nicht so außergewöhnlich, wie man es nach all den Empfehlungen vielleicht erwarten würde. Viel besonderer war für mich die Atmosphäre des Ortes und das Gefühl, gemeinsam mit Reisenden aus aller Welt an einem Ort mitten im Nirgendwo eine Pause einzulegen.

Swakopmund

Wüste trifft auf Atlantik

Swakopmund stellt mit seiner Lage direkt am Atlantik und den deutlich kühleren Temperaturen einen spannenden Kontrast zum Rest der Route dar.

Besonders fasziniert hat mich der bis heute sichtbare deutsche Einfluss. Deutsche Straßennamen, Gebäude im Kolonialstil, Cafés und Bäckereien. An vielen Stellen hatte ich das Gefühl, dass sich zwei Welten begegnen. Gleichzeitig fiel es mir gar nicht so leicht, diesen Eindruck richtig einzuordnen, wenn man die Geschichte Namibias kennt.

Gerade deshalb fand ich, dass die Stadt nicht nur ein schöner Zwischenstopp am Meer ist, sondern sie regt auch dazu an, sich mit der Vergangenheit des Landes auseinanderzusetzen.

Etosha Nationalpark

Tiere auf eigene Faust entdecken

Der Etosha Nationalpark bildete den Abschluss unseres Roadtrips.

Für mich war es das erste Mal eine Self-Drive Safari und es hat so viel Spaß gemacht. Auf jede einzelne Tierbeobachtung (aufgrund der Regenzeit, war es deutlich schwieriger und man sollte etwas Geduld mitbringen) war man so viel stolzer, als wenn ein Guide sie einem gezeigt hätte.

Solitaire Namibia
Swakopmund Namibia
Etosha Namibia

Namibia eignet sich perfekt für einen Roadtrip

Namibia ist eines der Länder, das sich hervorragend mit dem Mietwagen bereisen lässt.

Die Straßen sind größtenteils gut befahrbar, trotzdem sollte man die Entfernungen nicht unterschätzen. Oft verbringt man mehrere Stunden im Auto, ohne viele andere Fahrzeuge zu sehen.

Genau deshalb lohnt es sich, die Etappen nicht zu lang zu planen und genügend Zeit für spontane Stopps einzuplanen.

Sternenhimmel, den man nicht vergisst

Momente, an die ich heute noch oft zurückdenke, waren die Nächte in Namibia.

Durch die geringe Lichtverschmutzung sieht man einen Sternenhimmel, wie ich ihn vorher kaum erlebt hatte.

Allein dafür lohnt es sich schon, möglichst oft außerhalb der größeren Orte zu übernachten.

Weitere Highlights in Namibia

  • Spitzkoppe
    Die markanten Granitfelsen zählen zu den schönsten Landschaften Namibias. Besonders zum Sonnenauf- oder -untergang lohnt sich ein Stopp.
  • Cape Cross
    Hier lebt eine der größten Robbenkolonien Afrikas. Ein außergewöhnliches Erlebnis, nicht nur wegen der Tiere, sondern auch wegen der Geräuschkulisse.
  • Damaraland
    Eine der ursprünglichsten Regionen Namibias. Mit etwas Glück lassen sich hier sogar die seltenen Wüstenelefanten beobachten.

❤️ Fazit

Namibia hat mich vor allem deshalb begeistert, weil das Land und die Leute meine Erwartungen komplett übertroffen haben.

Ich habe mit trockenen Landschaften gerechnet und stattdessen eine unglaubliche Vielfalt erlebt. Hinter fast jeder Kurve veränderte sich die Natur und jede Region fühlte sich anders an als die vorherige. Dazu kamen die endlosen Weiten, die Ruhe und Nächte unter einem Sternenhimmel, den ich so vorher noch nie gesehen hatte.

Außerdem sind wir mit einer Gastfreundlichkeit empfangen worden, die ich so einfach auch nicht erwartet habe. 

Wenn du genau das auch erleben möchtest und Unterstützung bei deiner Namibia-Route oder der Planung deines Roadtrips suchst, helfe ich dir gerne dabei.