Argentinien Rundreise
Tango, Mate und beeindruckende Landschaften
Zwischen Weite, Kontrasten und Momenten, die bleiben
Argentinien war für mich eine Reise voller Gegensätze. Zwischen Patagonien im Süden, den trockenen Landschaften im Norden und Städten wie Buenos Aires hatte ich oft das Gefühl, mehrere völlig unterschiedliche Reisen gleichzeitig zu machen.
Vor allem Patagonien war während der vorherigen Monaten meiner Reise, sehr weit nach oben auf meiner Liste gerutscht, gleichzeitig hat mich der Norden rund um Salta fast noch mehr überrascht.
Insgesamt war ich etwa 5 Wochen während meines Sabbaticals in Argentinien trotzdem hatte ich am Ende nicht das Gefühl, wirklich „fertig“ mit Argentinien zu sein.
Die folgenden Orte zeigen einen Teil meiner Route in Argentinien und können einen Einblick geben, was man von dem Land erwarten kann.
Buenos Aires
Ein guter Ausgangspunkt
Buenos Aires ist für viele der Startpunkt einer Reise durch Argentinien. Bei mir war es genau andersherum. Ich bin während meines Sabbatjahres aus Chile gekommen und habe die Stadt erst am Ende meiner Reise gesehen. Vielleicht war es genau deshalb ein besonderer Abschluss.
Die Stadt ist laut, lebendig und voller Kontraste, mit ihrem Mix aus südamerikanischem Flair und europäischer Architektur. Zwischen Streetart, Tango und Cafés kann man sich gut treiben lassen und ein Gefühl für das Land bekommen.
Bariloche
Eine Wanderung, die bleibt
Bariloche wird oft als „argentinische Schweiz“ beschrieben und genau so wirkt die Landschaft und auch die Stadt.
Die Wanderung zum Refugio Frey, war defintiv eine meiner Lieblingswanderungen in Südamerika. Herbstblätter, perfektes Wetter und diese Kulisse. Ich habe mich das erste Mal alleine in die Berge getraut und musste mich natürlich prompt verletzen. Zum Glück habe ich es wieder bis zu meinem Hostel geschafft.
Trotz dieses Zwischenfalls ist mir die Wanderung und dieses Glücksgefühl, dass ich unterwegs hatte – ich meine, ich habe mich das erste Mal getraut, alleine eine solche Wanderung zu machen – noch immer gut in Erinnerung.
Mendoza
Genusszeit zwischen Weingütern
Mendoza verbinde ich vor allem mit entspannten Tagen zwischen den Weingütern. Mit dem Fahrrad von einem Weingut zum nächsten zu fahren, zwischendurch anzuhalten und einfach das Leben zu genießen, das ist es, was diese Region ausmacht.
Für mich war es zusätzlich besonders, weil ich dort Freundinnen getroffen habe und die Zeit so nochmal ganz anders genießen konnte.
El Calafate
Ein kleiner Ort vor beeindruckenden Kulisse
El Calafate ist ein eher kleines, ruhiges Dorf, das vor allem als Ausgangspunkt für den Perito Moreno Gletscher dient.
Und dieser ist den Besuch auf jeden Fall wert. Das Gefühl vor diesem Gletscher zu stehen und das Eis brechen zu hören, kurz bevor der Gletscher kalbt, ist schon besonders und lässt einen irgendwie demütig zurück. mich war es eines dieser Erlebnisse, die man so schnell nicht vergisst.
Wenn du also die Chance hast, Patagonien zu bereisen, solltest du El Calafate nicht verpassen.
El Chaltén
Der Ausgangsort im Wandermekka
Der kleine argentinische Ort nahe der Grenze zu Chile ist ein Mekka für alle Wanderbegeisterten. Die Wanderung zum legendären Fitz Roy ist wohl die bekannteste in der Gegend und das zurecht.
Im März wurde ich mit den schönsten Herbstfarben gegrüßt und am Gipfel erwartete mich blauer Himmel und Sonnenschein. Das war wirklich ein ganz besonderer Tag.
Ushuaia
Am Ende der Welt
In Ushuaia habe ich mich sofort ein bisschen wie im Skiurlaub gefühlt, nur dass ich zur Wandersaison dort war. Die Umgebung erinnert an einen typischen Wintersportort, gleichzeitig ist man ganz im Süden der Welt.
Im Nationalpark Tierra del Fugeo lassen sich wunderbare Wanderungen unternehmen und so die Gegend rund um die südlichste Stadt Argentiniens entdecken.
Und natürlich darf ein Stempel vom „Fin del Mund“ („Ende der Welt“) im Reisepass nicht fehlen.
Salta & der Norden
Salta und die Umgebung im Norden des Landes, waren für mich definitiv eines der Highlights in Argentinien.
Die Landschaft ist komplett anders als im Süden, trocken, weit und oft fast schon unwirklich. Gleichzeitig wirkt vieles ursprünglicher und weniger touristisch.
Da es abseits der klassischen Touristenpfade liegt, würde ich es dennoch eher dann einplanen, wenn du etwas mehr Zeit hast oder Argentinien nicht zum ersten Mal besuchst.
Kultur & Alltag
Die Mate-Becher und Thermoskannen gehören in Argentinien ganz selbstverständlich dazu und irgendwann erkennt man Argentinier fast schon von weitem daran.
Gleichzeitig hat das Land eine besondere Mischung aus südamerikanischer Lebensfreude und diesem leicht europäischen Einfluss, den man vor allem in Buenos Aires immer wieder merkt.
Und auch der Akzent ist einfach unverwechselbar, und ehrlicherweise der einzige, den ich in Südamerika immer zuverlässig zuordnen kann.
Weitere mögliche Stopps
- Iguazú-Wasserfälle – eines der bekanntesten Naturhighlights Argentiniens an der Grenze zu Brasilien
- Puerto Madryn – vor allem für Wale, Pinguine und weitere Tierbeobachtungen bekannt
- Córdoba & La Falda – entspanntere Zwischenstopps abseits der klassischen Route
- weitere Teile Patagoniens – oft sinnvoll in Kombination mit Chile planbar
❤️ Fazit
Argentinien gehört für mich zu den Ländern, bei denen man die Größe und Vielfalt der Landschaften erst unterwegs wirklich realisiert. Gerade die Kombination aus Patagonien, Städten wie Buenos Aires und dem deutlich ursprünglicheren Norden macht die Reise so abwechslungsreich.
Gleichzeitig sollte man die Distanzen nicht unterschätzen. Selbst mit etwa 5 Wochen hatte ich das Gefühl, eher einzelne Teile des Landes kennengelernt zu haben, statt wirklich alles abzudecken.
Insgesamt würde ich für eine Reise nach Argentinien mindestens drei Wochen einplanen, je nachdem, wie viel Zeit man sich unterwegs lassen möchte.
Wenn du dir unsicher bist, wie du deine Route sinnvoll aufbauen kannst oder welche Regionen sich gut kombinieren lassen, unterstütze ich dich gerne dabei.
