Kolumbien entdecken
Vielseitig, überraschend und jede Reise anders
Was Kolumbien für mich so besonders macht
Während meines Sabbaticals war ich gleich zweimal in Kolumbien und bin in diesem Jahr (2026) sogar nochmal zurückgekehrt.
Ich bin beim ersten Mal über den Amazonas nach Leticia eingereist und hatte am Anfang gar nicht so viele Erwartungen an das Land.
Umso mehr hat es mich überrascht, wie vielseitig Kolumbien ist.
Mittlerweile habe ich wirklich viele unterschiedliche Teile des Landes gesehen und genau das macht Kolumbien für mich aus, jede Region bringt eine eigene, neue Seite mit.
Dazu kommen die Menschen, die ich als unglaublich offen und herzlich und hilfsbereit lebt habe (ich denke man kann nicht überall auf die Hilfe des halben Busses zählen, wenn dein Rucksack versehentlich von einer falschen Person mitgenommen wurde).
Gleichzeitig sollte man sich bewusst machen, wie groß Kolumbien ist. Viele Strecken sind deutlich zeitintensiver als man denkt und lassen sich oft nur sinnvoll mit langen Busfahrten oder Inlandsflügen verbinden.
Für mich ist Kolumbien eines der Länder, das mich am meisten überrascht hat und zu dem ich immer wieder zurückkehren würde.
Bogotá
Erst beim zweiten Besuch
Bogotá habe ich tatsächlich erst bei meinem zweiten Besuch kennengelernt.
Die Stadt ist vielseitig und wirkt an manchen Stellen etwas chaotisch, gleichzeitig gibt es viele Ecken, die ganz anders sind als erwartet.
Besonders die Altstadt La Candelaria hat mir gut gefallen, hier kann man einfach durch die Straßen laufen und sich ein bisschen treiben lassen.
Von oben, zum Beispiel vom Cerro Monserrate, bekommt man nochmal ein ganz anderes Gefühl für die Größe der Stadt.
Medellin
Ganz anders als der Ruf
Medellín habe ich ebenfalls erst bei meinem zweiten Besuch gesehen und war positiv überrascht.
Die Stadt hat einen ganz eigenen Vibe und wirkt deutlich moderner und strukturierter, als ich erwartet hätte.
Besonders in der Comuna 13 merkt man diesen Wandel.
Trotz des früheren Rufs, findet man dort heute eine ganz besondere Atmosphäre, viel Street Art, Musik und Leben.
Für mich hat das nochmal gezeigt, dass man sich selbst ein Bild machen und Orte sehen sollte, bevor man urteilt.
Cartagena
Touristisch, aber trotzdem besonders
In Cartagena habe ich vor meiner Weiterreise nach Panama etwas mehr Zeit verbracht.
Die Stadt ist sehr touristisch, das merkt man schnell, trotzdem hat sie eine besondere Stimmung.
Die Wärme, das Klima und die Abende in der Altstadt haben es für mich zu einem Ort gemacht, an dem ich mich richtig wohlgefühlt habe und auch gerne mal wieder hin zurückkehren würde.
Minca
Der Ort, um Ruhe zu finden
Minca ist genau das richtige Ziel, wenn man einen Ort sucht, an dem man wirklich zur Ruhe kommen kann. Der kleine Ort liegt in den Bergen und fühlt sich direkt entspannt an.
Wir haben dort unter anderem Kakao probiert, etwas über die Schokoladenherstellung gelernt und sind einfach ein bisschen durch die Natur gelaufen und haben Wasserfälle angeschaut.
Hier geht es nicht darum „viel zu sehen“, sondern eher, die Zeit bewusst zu genießen.
Ciudad Perdida
Fordernd, aber es lohnt sich
Die Wanderung zur Ciudad Perdida war definitiv einer der anspruchsvolleren Teile meiner Reise.
Mehrere Tage unterwegs zu sein, fordert einen schon, vor allem durch einfachste Unterkünfte und das heiße Klima, das so ganz anders ist, als man es aus den Bergen gewohnt ist.
Gleichzeitig geht man durch eine unglaublich schöne Landschaft und hat am Ende das Gefühl, sich diesen Ort wirklich erarbeitet zu haben.
Für mich war es definitiv eine Erfahrung, die in Erinnerung bleibt (ich glaube, ich bin noch nie so nass geworden vom Regen, wie bei dieser Wanderung).
Salento
Mein persönliches Highlight
Salento war für mich irgendwie der Ort, der am meisten hängen geblieben ist.
Die Landschaft rund um das Valle de Cocora mit den hohen Wachspalmen ist einfach besonders.
Gleichzeitig hat sich dort alles so ruhig und entspannt angefühlt. Für mich war es die Kombination aus Natur, Weite und diesem Gefühl, einfach draußen zu sein, was es so einzigartig gemacht hat. Hier hätte ich auch gut noch ein paar Tage mehr verbringen können.
Route & Planung
Kolumbien ist deutlich größer, als man im ersten Moment denkt.
Viele Strecken dauern lange und lassen sich oft nicht sinnvoll über Land zurücklegen.
Ich würde eher weniger Stopps einplanen und die Orte so kombinieren, dass man nicht zu viel Zeit im Bus verbringt und die einzelnen Ort wirklich kennenlernen kann.
Budget & Kosten
Kolumbien lässt sich insgesamt gut im low- bis mid-Budget-Bereich bereisen.
Unterkünfte, Essen und Aktivitäten sind oft günstiger als erwartet, vor allem außerhalb der touristischen Orte.
Je nachdem, wie du deine Transfers wählst, können hier etwas mehr kosten, z.B. durch Inlandsflüge auf dich zukommen.
Weitere Orte, die sich lohnen
- El Cocuy – abgelegene Bergwelt
- San Andrés – karibische Insel mit türkisfarbenem Wasser
- Ladrilleros – ursprüngliche Pazifikküste
- Caño Cristales – farbenreicher Fluss
- Leticia – Tor zum Amazonas
- Tayrona – Küste im Nationalpark
- Tatacoa Wüste – trockene, besondere Landschaft
❤️ Fazit
Kolumbien ist für mich eines der Länder, das mich am meisten überrascht hat. Je mehr Zeit ich dort verbracht habe, desto mehr habe ich gemerkt, wie unterschiedlich sich die einzelnen Regionen anfühlen und wie viel es eigentlich noch zu entdecken gibt.
Gerade diese Vielfalt macht die Reise so besonders, gleichzeitig sollte man sich bewusst machen, dass man nicht alles in eine Route packen kann.
Für mich war es ein Land, das sich nie kompliziert angefühlt hat, sondern eher danach, einfach loszureisen und unterwegs zu schauen, was sich ergibt.
Wenn du dir unsicher bist, wie du deine Route sinnvoll aufbauen kannst oder welche Orte sich gut kombinieren lassen, unterstütze ich dich gerne dabei, eine Reise zu planen, die wirklich zu dir passt.
